Galvanische Veredelung

Aus DDR-FahrradWiki
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Blankteile wurden auch bei DDR-Fahrrädern mit einer galvanischen Veredelung vor Korrosion geschützt.

Bis in die 1970er Jahre wurden viele Fahrradteile verchromt (zuvor zumeist noch verkupfert, auf jeden Fall vernickelt).

Verchromt wurden:

  - Tretlager/Kettenblätter
  - Nabenhülsen 
  - Lenker 
  - Gestängebremsen 
  - Sattelstützen 
  - Sattelgestelle 
  - Pedale
  - Speichen
  - Gabelhauben
  - Steuersätze
  - Klingeldeckel
  - Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben 
  - Kleinteile für die Schutzblechbefestigung
  - Sattelklemmen
  - Scheinwerfer sowie Teile von Scheinwerfern, Dynamos und Rücklichtern


Manche Teile wurden in den 1950er und 1960er Jahren jedoch auch nur vernickelt angeboten, was sicherlich auf billigere Produktionskosten und/oder fehlende Rohstoffe zurückzuführen ist.

Vernickelt wurden auch:

  - Lenker
  - Bremsen
  - Oberteile von Fahrradglocken
  - Kettenspanner 
  - Speichen
  - Speichennippel
  - Sattelstützen


Einige Teile waren auch schon in den 50er Jahren nur verzinkt:

  - Gestängebremsen
  - Unterteile von Fahrradglocken seit den 50er Jahren 


Seit den 1970er Jahren bis zum Ende der DDR-Fahrradproduktion wurden verzinkt:

  - Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben 
  - Kleinteile für die Schutzblechbefestigung 
  - Sattelgestelle und -federn 
  - Sattelklemmen
  - Unterteile für Fahrradglocken

Die Optik der verzinkten Oberflächen ähnelt anfangs der von Chrom, wird mit der Zeit jedoch stumpf und eher unansehnlich.


Bis zum Ende der DDR-Fahrradproduktion wurden verchromt:

  - Lenker 
  - Naben 
  - Kettenschützer 
  - Sattelstützen 
  - Gepäckträger
  - Speichen (auch in vernickelter Ausführung)
  - Speichennippel (auch in vernickelter Ausführung)
  - Gabelhauben
  - Steuerlager
  - Oberteile von Fahrradglocken
  - Tretlager/Kettenblätter


Seit den 1960er Jahren, vor allem aber in den 1980er Jahren, ließ die Oberflächenqualität verchromter Teile deutlich nach. Zum einen fiel die vor Korrosion schützende Kupferschicht weg. Diese Teile hielten den Umwelteinflüssen nicht lange stand. Zum anderen wurden viele Teile (etwa Glocken- und Keilgetriebe, Nabenhülsen) vor dem Vernickeln und Verchromen nur noch unzureichend oder gar nicht geschliffen und/oder poliert. Dadurch waren oftmals Dreh-, Stanz- und Schleifspuren am Werkstück auch nach der galvanischen Veredelung noch zu erkennen. Teilweise hatte die Chromschicht auf solchen Teile keinen Glanz.