Möve Modell 15: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Modell 15 besaß einen klassischen [[Rahmen|Tourenrahmen]] mit offenem Hinterbau, gekröpften Sitz- und Kettenstreben sowie einfachen [[Gabelenden]]. Ein auffallender Unterschied zum Vorgänger ist der [[Rahmen]], der beim Modell 185 über zwei Querstege zwischen Ober- und Unterrohr verfügte, beim Modell 15 jedoch nur über einen. Typisch für ein Tourenrad jener Zeit war der Verzicht auf [[Anlötteile]] am Rahmen. Seit 1955 besaß das Modell 15 ein neues [[Kettenblatt]], das fortan in dieser Form bei allen in der DDR produzierten Fahrrädern mit [[Tretlager|Glockentretlagern]] verwendet wurde. Neben dem Glockentretlager gehörten [[Felgen|Stahlfelgen]] sowie [[Schutzbleche|Stahlschutzbleche]] zur Ausstattung. Felgen und Schutzbleche waren in Rahmenfarbe lackiert und doppelt weiß liniert. [[Lenker|Tourenlenker]], [[Bremsen|Stempelbremse]] mit Gestänge, [[Sattel|Tourensattel]]sowie ein [[Kleidernetze|Kleidernetz]] waren weitere Erkennungsmerkmale. Eine [[Werkzeugtasche|Rahmentasche]], eine [[Luftpumpe]], ein [[Kettenschutz]] sowie ein [[Gepäckträger|Tourengepäckträger]] rundeten die Ausstattung ab. Gemäß [[DHZ-Katalog]] von 1956 kostete das Fahrrad 217,50 DM.<br>Für die Baujahre 1955 bis 1957 sind Sonderausführungen mit der Zusatzbezeichnung "Silber" bekannt, in den entsprechenden Katalogen wird diesbezüglich jedoch nichts erwähnt. Diese Sondermodelle besaßen eine höherwertige Ausstattung als die gewöhnlichen Modelle, z.B. Aluminium- statt [[Felgen|Stahlfelgen]] oder Keil- statt [[Tretlager|Glockentretlager]]. Zudem sind Exemplare zu finden, die statt des üblichen [[Gepäckträger|Tourengepäckträgers]] einen Sportgepäckträger besitzen. Die Rahmen dieser Fahrräder besitzen dementsprechend eine Bohrung am [[Gabelenden|Gabelende]], an der der Gepäckträger festgeschraubt werden kann.
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Das Modell 15 besaß einen klassischen [[Rahmen|Tourenrahmen]] mit offenem Hinterbau, gekröpften Sitz- und Kettenstreben sowie einfachen [[Gabelenden]]. Ein auffallender Unterschied zum Vorgänger ist der [[Rahmen]], der beim Modell 185 über zwei Querstege zwischen Ober- und Unterrohr verfügte, beim Modell 15 jedoch nur über einen. Typisch für ein Tourenrad jener Zeit war der Verzicht auf [[Anlötteile]] am Rahmen. Seit 1955 besaß das Modell 15 ein neues [[Kettenblatt]], das fortan in dieser Form bei allen in der DDR produzierten Fahrrädern mit [[Tretlager|Glockentretlagern]] verwendet wurde. Neben dem Glockentretlager gehörten [[Felgen|Stahlfelgen]] sowie [[Schutzbleche|Stahlschutzbleche]] zur Ausstattung. Felgen und Schutzbleche waren in Rahmenfarbe oder silbern lackiert und doppelt oder dreifach liniert. [[Lenker|Tourenlenker]], [[Bremsen|Stempelbremse]] mit Gestänge, [[Sattel|Tourensattel]]sowie ein [[Kleidernetze|Kleidernetz]] waren weitere Erkennungsmerkmale. Eine [[Werkzeugtasche|Rahmentasche]], eine [[Luftpumpe]], ein [[Kettenschutz]] sowie ein [[Gepäckträger|Tourengepäckträger]] rundeten die Ausstattung ab. Gemäß [[DHZ-Katalog]] von 1956 kostete das Fahrrad 217,50 DM.<br>Für die Baujahre 1955 bis 1957 sind Sonderausführungen mit der Zusatzbezeichnung "Silber" bekannt, in den entsprechenden Katalogen wird diesbezüglich jedoch nichts erwähnt. Diese Sondermodelle besaßen eine höherwertige Ausstattung als die gewöhnlichen Modelle, z.B. Aluminium- statt [[Felgen|Stahlfelgen]] oder Keil- statt [[Tretlager|Glockentretlager]]. Zudem sind unabhängig von den "Silber"-Modellen Exemplare zu finden, die statt des üblichen [[Gepäckträger|Tourengepäckträgers]] einen Sportgepäckträger besitzen.
  
 
===Lackierung und Rahmendekor===
 
===Lackierung und Rahmendekor===

Version vom 24. September 2017, 20:42 Uhr

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Einordnung in die Modellpalette

Unter der Bezeichnung Modell 15 hatte Möve ein 28"-Tourenrad in Damenausführung (mit "Schwanenhals"-Rahmen) im Sortiment. Weitere 28"-Damenräder waren als Modell 25 und Modell 45 lieferbar, jedoch erreichte das Modell 15 die größten Stückzahlen. Das Jahr des Produktionsbeginns lässt sich nicht eindeutig benennen. In einem Katalog des Jahres 1951 ist noch der Vorgänger, das Modell 185, abgebildet. Vermutlich noch 1951, spätestens jedoch 1954 erfolgte die Einführung einer neuen Modellpalette. In diesem Zusammenhang wurde bei Möve die Produktion des hier beschriebenen Tourenrads aufgenommen. In den Katalogen ab 1959 taucht das Modell 15 nicht mehr auf. Vermutlich wurde die Produktion im Zuge der Sortimentsbereinigung eingestellt. Generell wurden ab dieser Zeit keine Damenräder mehr bei Möve gefertigt.

Rahmen und Ausstattung

Das Modell 15 besaß einen klassischen Tourenrahmen mit offenem Hinterbau, gekröpften Sitz- und Kettenstreben sowie einfachen Gabelenden. Ein auffallender Unterschied zum Vorgänger ist der Rahmen, der beim Modell 185 über zwei Querstege zwischen Ober- und Unterrohr verfügte, beim Modell 15 jedoch nur über einen. Typisch für ein Tourenrad jener Zeit war der Verzicht auf Anlötteile am Rahmen. Seit 1955 besaß das Modell 15 ein neues Kettenblatt, das fortan in dieser Form bei allen in der DDR produzierten Fahrrädern mit Glockentretlagern verwendet wurde. Neben dem Glockentretlager gehörten Stahlfelgen sowie Stahlschutzbleche zur Ausstattung. Felgen und Schutzbleche waren in Rahmenfarbe oder silbern lackiert und doppelt oder dreifach liniert. Tourenlenker, Stempelbremse mit Gestänge, Tourensattelsowie ein Kleidernetz waren weitere Erkennungsmerkmale. Eine Rahmentasche, eine Luftpumpe, ein Kettenschutz sowie ein Tourengepäckträger rundeten die Ausstattung ab. Gemäß DHZ-Katalog von 1956 kostete das Fahrrad 217,50 DM.
Für die Baujahre 1955 bis 1957 sind Sonderausführungen mit der Zusatzbezeichnung "Silber" bekannt, in den entsprechenden Katalogen wird diesbezüglich jedoch nichts erwähnt. Diese Sondermodelle besaßen eine höherwertige Ausstattung als die gewöhnlichen Modelle, z.B. Aluminium- statt Stahlfelgen oder Keil- statt Glockentretlager. Zudem sind unabhängig von den "Silber"-Modellen Exemplare zu finden, die statt des üblichen Tourengepäckträgers einen Sportgepäckträger besitzen.

Lackierung und Rahmendekor

Anfangs besaß das Modell 15 noch eine Strahlenkopflackierung sowie einen sehr schlichten "Möve"-Schriftzug am Unterrohr. Ab etwa 1954 wurden die Rahmen einfarbig lackiert (fast immer handelte es sich um Uni-Lackierungen) und mit einem Ringdekor am Unter- und Oberrohr sowie an den Gabelscheiden verziert. Die "Silber"-Sondermodelle sind am entsprechenden Schriftzug zu erkennen. Ende der 1950er Jahre wurde das Ringdekor durch ein einfacheres Spritzdekor ersetzt. Seit Mitte 1955 bis zum Ende der Produktion wurden die Rahmen mit dem Abziehbild "MÖVE MODELL 15" bzw. "TYPE 15" versehen. Damit sind die Möve-Fahrräder aus dieser Zeit die einzigen DDR-Fahrräder, an denen die konkrete Typenbezeichnung abgelesen werden kann.

Galerie

Technische Merkmale