Simson Modell 10

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 Diese Seite ist Teil der Modellübersicht des VEB Simson Suhl
 in der Unterkategorie Simson Tourenräder

Einordung in die Modellpalette

Beim Modell 10 von Simson handelte es sich um ein Tourenrad in Damenausführung. Als Modell 9 gab es eine entsprechende Herrenausführung. Die frühesten bislang bekannten Exemplare stammen aus dem Zeitraum 1948/49. Davor gingen die Fahrräder fast ausschließlich als Bestandteil der Reparationszahlungen an die Sowjetunion oder waren für ostdeutsche Behörden bestimmt. Seit 1949 waren Simson-Fahrräder frei auf dem heimischen Markt erhältlich. Belege für diese Modellbezeichnung gibt es bislang nur durch eine Abbildung. Bis wann das Modell 10 produziert wurde, ist noch unklar. Jedoch lässt sich der Wechsel zu den Nachfolgemodellen in den Zeitraum von 1951 bis 1953 verorten. Nach diesem Modellwechsel wurden Damenräder mit gebogenem Ober- und Unterrohr ("Schwanenhals"-Rahmen) bei Simson nicht weiter produziert. Stattdessen konzentrierte man sich auf das Modell 11 und dessen Nachfolger.

Rahmen und Ausstattung

Das Modell 10 war ein klassisches Tourenrad mit gekröpftem Hinterbau und Gabelenden nach hinten (Kettenspanner). Typisch für die Damenausführung war die Rahmenform mit gebogenem Ober- und Unterrohr ("Schwanenhals"-Rahmen). Die Rahmenhöhe betrug 53 cm und war damit deutlich kleiner als die meisten 28"-Tourenräder mit 56 cm Rahmenhöhe. Wie bei einem Tourenrad der damaligen Zeit üblich verfügte der Rahmen über keine zusätzlichen Anlötteile. Regulär waren die Tourenräder mit einem Glockentretlager, einem Tourenlenker, Stahlfelgen sowie einer Stempelbremse mit Gestänge ausgestattet. In Rahmenfarbe lackierte Stahlschutzbleche, ein Rohrgepäckträger, Tourensattel sowie ein Kleidernetz waren weitere Merkmale. Eine Beleuchtungsanlage, eine Werkzeugtasche (Befestigung am Rahmen) sowie eine Luftpumpe ergänzten die Ausstattung.

Lackierung und Rahmendekor

Während der Produktionszeit änderten sich nicht nur Details der Ausstattung, sondern auch das Steuerkopfschild sowie Lackierung und Rahmendekor. Zunächst waren die Fahrräder ausschließlich schwarz lackiert (Uni-Lackierung) und ab ca. 1949 mit einem farbigen Strahlenkopf versehen. Die Schutzbleche waren mit einer weißen Kastenlinierung sowie einer Mittellinie in Farbe des Strahlenkopfes versehen. Auch am Unter- und Sattelrohr des Rahmens war dieses Dekor zu finden. In dieser Form wurden die Fahrräder bis 1950 ausgeliefert. Später entfiel das Kastendekor am Rahmen, statt dessen wurde das Sattelrohr nun mit dem Gütesiegel verziert. Die Schutzbleche besaßen nun zwei Doppellinien (weiß und in Farbe des Strahlenkopfes). Weitere Informationen über die Rahmendekore und Strahlenkopflackierungen sind hier zu finden.

Bekannte Farbvarianten:

  • schwarz ohne Strahlenkopf
  • schwarz mit blauem Strahlenkopf

Galerie

Technische Merkmale