Mifa Sportrad

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 Diese Seite ist Teil der Modellübersicht des VEB Mifa-Werk Sangerhausen
 in der Unterkategorie Sonstige Modelle


Im Jahre 1956 gab es im Mifa-Werk Versuche mit einem Druckspritzverfahren für die Fertigung von Fahrradrahmen bzw. –teilen:
"Neuentwicklung einer einzigartigen Metallverbindung im VEB Mifa-Fahrradwerk Sangerhausen. Unter Leitung des Chefkonstukteurs Hartwich hat ein Erfinderkollektiv des VEB Mifa-Fahrradwerk in Sangerhausen eine neuartige Metallverbindung entwickelt, die als sensationell bezeichnet werden darf und wesentliche Vorteile vor allen anderen bis jetzt bekannten Verbindungsmethoden aufweist. - In einen zwischen den zwei zu verbindenden Metallen freigelassenen Hohlraum wird unter Druck modifizierter Gummi eingespritzt. Der Gummi verbindet sich fest mit den Metallen und stellt so die Verbindung her. Bis jetzt sind 3 Verfahren möglich: 1. Druckspritzverfahren (mit besonderer Maschine) 2. Druckfließverfahren (mit besonderer Vorrichtung) 3. Wickelverfahren (ohne Maschine und ohne Vorrichtung). Mit dieser Verbindung können runde Körper, Profilkörper, Schraubenverbindungen und Blechverbindungen hergestellt werden." (Bildunterschrift Zentralbild Gerbath, 20.12.1956)
Unter Benutzung des Druckspritzverfahrens wurde auch ein (Muster-)Fahrrad produziert. In die Serienfertigung gingen das neue Verfahren und das vorgestellte Fahrradmodell jedoch nicht. Über die Gründe kann derzeit nur spekuliert werden. Informationen zur weiteren Entwicklung des erwähnten Druckspritzverfahrens liegen bislang nicht vor. Bemerkenswerte Details des in diesem Zusammenhang hergestellten Sportrads waren die Hochflanschnaben sowie das Doppelkettenblatt.