Mifa Modell 251

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Das Modell 251 von Mifa war ein Damen-Sportrad, das parallel zum weitgehend gleichen Typ 252 zwischen 1969 und 1990 hergestellt wurde. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde es mehrfach in Details weiterentwickelt, spätestens 1989 wurde die Modellnummer geändert (jetzt als Typ 261 bezeichnet). Der konkrete Anlass für diese Umbezeichnung ist jedoch unklar. Gegenüber den Herren-Sporträdern bestanden nur wenige Ausstattungsunterschiede: Die Damen-Sporträder hatten von Anbeginn einen Kettenschutz, dafür jedoch keinen Vorbau, der Lenker wurde mittels Klemmmuffe fixiert. Bis Anfang 1990 gehörte ein Kleidernetz zur Ausstattung.

Etappen der Modellpflege

Trotz langjähriger Typenkonstanz wurden die Sporträder von Mifa stetig modifiziert. Während in den 1970er Jahren vor allem Überarbeitungen im Sinne von Rationalisierungen durchgeführt wurden, fanden in den 1980er Jahre schrittweise Weiterentwicklungen statt. Die letzten Sporträder hatten insofern mit denen der früheren Jahre nur noch wenige konstruktive Gemeinsamkeiten.

  • 1969: Serienanlauf der Sporträder im Mifa-Werk Sangerhausen (zunächst mit Mifa-Rahmendekor, noch 1969 Rückkehr zum bisherigen Diamant-Dekor)
  • 1971: Neue Felgen mit fünfflächigem Profil
  • 1973: Überarbeitung des Gabelkopfes
  • 1975: Nunmehr Mifa- statt Diamant-Rahmendekor, Tretlager und -muffe überarbeitet (Thompson-statt BSA-Ausführung)
  • 1978: Gepäckträger verchromt statt lackiert, Lenker mit neuer Form
  • 1979: Gepäckträger mit neuer Form, Kettenschutz verchromt statt lackiert, Rahmen nur noch einfarbig lackiert
  • 1981: Beleuchtungskabel nunmehr im Rahmen verlegt, Gepäckträger mit Spanngummi statt mit Federklappe
  • 1985: Dynamohalterung nunmehr an der Vorderradgabel, bisheriges Stegrohr zwischen den Kettenstreben durch einfaches Blechstück ersetzt
  • 1986: hintere Ausfallenden überarbeitet, Sitzstreben nun tiefer an der Sitzmuffe befestigt
  • 1987: Halterung für das von nun an serienmäßige Speichenschloss (an linker Sitzstrebe), Speichenreflektoren und Seitenständer jetzt Serienausstattung
  • 1989: Luftpumpenhalterung jetzt am Unterrohr, Zweifarb-Lackierung


Kurz nach der Einführung des Sportrads "Sprint" wurden einige der dort realisierten Neuerungen Ende 1989/Anfang 1990 auf die übrigen Sporträder übertragen:

  • Neue Steuerkopf- und Sitzmuffen, geänderte Rahmengeometrie mit steilerem Sitz- und Steuerrohrwinkel
  • Neue Aluminium-Schutzbleche: Nunmehr mit breiter Sicke (mittig) und nur noch jeweils einer Strebe (außenliegend geführt)
  • Entfall der Kettenschiene, stattdessen Kettenschutzring analog den übrigen Modellen
  • Rahmen einheitlich mit Anschlagösen zur Befestigung eines Schaltzuges

Die beiden letztgenannten Punkte dürften vor allem eine Vereinheitlichnung mit den übrigen Sporträdern gewesen sein. Ende der 1980er Jahre wurden allerdings kaum noch Sporträder ohne Gangschaltung produziert. Im Sommer 1990 wurde bei Mifa mit dem Leichtlauffahrrad ein neues Modell mit Mixte-Rahmen realisiert.

Galerie

Sporträder mit "Diamant"-Rahmendekor

Sporträder mit "Mifa"-Rahmendekor

Technische Merkmale

Modell 251
Rahmen: Stahlrohrrahmen mit Außenmuffen, Hinterbau starr,
Ketten- und Sitzstreben gerade
Rahmenform: Ober- und Unterrohr gerade
Rahmenhöhe: 560 mm
Steuerrohrlänge: 130 mm
Befestigungspunkte für Kettenschutz: An Unterrohr und Sitzrohr (bis Anfang 1990)
Anlötteil für Dynamo: Am Hinterbau
(ab 1985 an Vorderradgabel)
Haltespitzen für
Luftpumpe:
Am Sitzrohr
(ab 1989 am Unterrohr)
Führung für Schaltseil: Ab Anfang 1990
Tretlager: Keiltretlager BSA-Ausführung (Typ 8032 S)
ab 1975: Thompson-Ausführung (Typ 8041 S)
Übersetzungs-
verhältnis:
48:20
Vorderradnabe: Einteilige Vorderradnabe (Stahl)
Hinterradnabe: Rücktrittnabe
Bremsen: Vorn Felgenbremse (Rasant Type 200), hinten Rücktritt
Lenker: Flachlenker ohne Vorbau
ab 1978 Tourensport-Lenker ohne Vorbau
Sattel: Leder-Sportsattel (Möve Nr. 421 VL)
Felgen: Aluminiumfelgen
Bereifung: Drahtreifen 28" × 1 3/8” (37-622)
Schutzbleche: Aluminiumschutzbleche
Preis: 335,- M (1975)