Luftpumpen

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Beinahe alle DDR-Fahrräder waren ab Werk mit einer Luftpumpe ausgestattet - Ausnahme waren Zeitfahrräder, Radball-, Kunst- und Reigenfahrräder sowie manche Kinderräder. Es waren drei verschiedene Längen gängig. Der Stutzen war generell für Fahrradventil ausgelegt, andere Ventilklassen waren in der DDR bei Fahrrädern nicht üblich. Bis etwa Mitte der 1960er Jahre hatten die meisten Luftpumpen ein Rohr aus Metall, vereinzelt wurden auch Rohre aus Duroplast verwendet. Vor allem in den 1970er Jahren waren Luftpumpen mit Plasterohr verbreitet; jedoch wurden auch Luftpumpen mit Metallrohr produziert, die ungewöhnlich massiv und schwer waren. Ab etwa 1985 wurden Metallluftpumpfen in leichterer Bauweise hergestellt. Die Pumpengriffe bestanden aus Metall, Holz oder Kunststoff. Luftpumpen mit Holzgriff gab es vermutlich bis in die 1970er Jahre als Zubehörteile. Ab etwa Mitte der 1960er Jahre hatten Luftpumpen einen Schaftabschluss aus Kunststoff.

Luftpumpen wurden bis in die 1950er Jahre mit schellenförmigen Luftpumpenhaltern am Rahmen angeklemmt. Im Laufe der 1950er Jahre wurden schrittweise alle Fahrradrahmen, für die eine Luftpumpe vorgesehen war, mit Anlötteilen zur Luftpumpenbefestigung ausgestattet. Bei den Klapprädern ab Baujahr 1977 und dem Mifa Minirad wurde die Luftpumpe ohne jegliche zusätzliche Halterung in das hintere Rahmendreieck geklemmt.

Hersteller

Unter anderem:

  • Abteilung der SAG „Kaustik“ Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld (belegt für 1949 bis 1951)
  • Arno Stier (belegt für 1947)
  • Bamberg & Co., Haide-Schwarzenberg (belegt für 1945)
  • Becas (belegt für 1945, 1946, 1948, 1950 bis 1971)
  • VEB Berliner Bremsenwerk, Berlin-Lichtenberg (belegt für 1959 bis 1963)
  • Brandner, Gera (belegt für 1955)
  • VEB Carl Zeiss Jena (belegt für 1966)
  • Degufa (belegt für 1957)
  • DGB Deuta-Gerätebau GmbH, Burgstädt (belegt für 1946)
  • Elgersburg (belegt für 1963)
  • VEB Labortechnik Ilmenau (belegt für 1962)
  • VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde, BT Luftpumpen Trebbin (belegt für 1978, 1979, 1981)
  • VEB Spezialfahrzeugwerk Berlin, Werk Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde (belegt für 1984, 1987)
  • Fritz Kühnel, Maschinenfabrik, Zeulenroda (belegt für 1948, 1949)
  • Hermann Riemann, Chemnitz (belegt für 1946)
  • Höpfel, Zella-Mehlis (belegt für 1945)
  • Karl L. Schlütter (belegt für 1947)
  • LUMET (belegt für 1954 bis 1957)
  • VEB Mechanische Werkstätten Wurzen-Deuben
  • VEB Metallwarenfabrik Oberfrohna (belegt für 1948)
  • VEB Laborprüfgerätebau, Chemnitz (belegt für 1951, 1952)
  • Mifa (belegt für 1954, 1961 bis 1963)
  • M Ruhla (belegt für 1959)
  • Optima (belegt für 1955, 1956)
  • Oskar Butter KG, Bautzen (belegt für 1955 bis 1957, 1962)
  • PGH des Meachniker-Handwerks "Avanti", Dresden (belegt für 1962, 1963)
  • Pippig, Crimmitschau/Sa. (belegt für 1945)
  • Reinhold Hofmann, Annaburg (belegt für 1948 bis 1950, 1952)
  • VEB Rohr- und Kaltwalzwerk Karl-Marx-Stadt (belegt für 1956)
  • Saxonia (belegt für 1945, 1947 bis 1979, 1981, 1984, 1987)
  • Simson (belegt für 1951)
  • Trebbiner Metallwarenfabrik Hagendorf & Werdermann (belegt für 1945, 1946, 1948 bis 1953, 1955, 1956, 1962 bis 1964, 1966 bis 1968)

Rahmenluftpumpen in kurzer Ausführung

Diese Luftpumpen hatten zusammengepresst eine Länge von 30 cm (mit Holzgriff ggf. abweichend). Kinder- und Jugendräder, sowie das Klappradmodell 901 wurden mit Luftpumpen in kurzer Ausführung ausgestattet.

Rahmenluftpumpen in normaler Ausführung

Die meisten Fahrräder waren mit Luftpumpen ausgestattet, die zusammengepresst eine Länge von 34 cm aufwiesen (mit Holzgriff ggf. abweichend).

Rahmenluftpumpen in langer Ausführung

Für Rennräder, Rennsporträder und Luxus-Sporträder von Diamant gab es lange Luftpumpen aus Aluminium.

Modelle Stand-/Fußluftpumpen