Gerhard Krüger

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Logo von Gerhard Krüger, bis mind. 1972
  • Gerhard Krüger, Ingenieur und Mechanikermeister, 104 Berlin, Chausseestraße 102

Der Berliner Mechanikermeister Gerhard Krüger fertigte ab spätestens 1954 bis 1971 Roller und Kinderfahrräder, die auch in die CSSR, nach Ungarn, Holland, Schweden und Island exportiert wurden. Ab spätestens 1966 wurden auch Go-Carts hergestellt.

Für die Herstellung verwendete er in den 1950ern offenbar "hauptsächlich Material aus inneren Reserven". Die ab spätestens 1950 existierende "DHZ Innere Reserven" war für den „Aufkauf, die Lagerung“ und den „Verkauf von Altstoffen“ zuständig, wobei der Begriff "innere Reserven" scheinbar auch gebrauchte bzw. neue, ungenutzte Fertigerzeugnisse beinhaltete. Allgemein sollte das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Altstoffen für die Volkswirtschaft bei der Bevölkerung erhöht werden (siehe Link). Krüger wurde 1954 mit dem Diplom "Für besondere Leistungen bei der Herstellung hochwertiger Verbrauchsgüter für die Bevölkerung" mit einer Geldprämie ausgezeichnet.

Nach der wahrscheinlich 1972 erfolgten Verstaatlichung der Firma Gerhard Krüger wurde wenigstens eines der Kinderfahrrad-Modelle noch bis in die 1970er Jahre vom VEB Metallmöbel Berlin im Wesentlichen unverändert weiterproduziert. Gerhard Krüger produzierte in der Mitte der 1950er Jahre ein Kinderfahrrad mit der Bezeichnung "Janni", dessen Modellbezeichnung später vom VEB Metallmöbel für ein Kinderrad anderer Konstruktion verwendet wurde.


Produkte

  • Kinderfahrräder (belegt für 1954, 1955, 1965 bis 1971)
  • Roller
  • Go-Carts

Weblinks

  • Aufruf der 'DHZ Innere Reserven' zur Altstoffsammlung, 1951: [1]
  • Diplomarbeit zum Thema Sekundärrohstoffe in der DDR [2]

Quellen

  • Das Handwerk, Heft 4, April 1955, 9. Jahrgang
  • Calice, Jakob: „Sekundärrohstoffe – eine Quelle, die nie versiegt“ Konzeption und Argumentation des Abfallverwertungssystems in der DDR aus umwelthistorischer Perspektive. Diplomarbeit, 2005.