Berko

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  • Berko-Werke, Quast & Eichert, Berlin NO 55, Greifswalder Straße 207

Gegründet am 1.10.1910 als Quast & Co. OHG durch den Mechaniker Friedrich Quast sowie die Kapitalgeber Ing. Fritz Eichert und dessen Schwiegervater Carl Schmitt. Ab 17.01.1925 Berko-Werke Quast & Co., ab 19.08.1935 Berko-Werke Quast & Eichert. Ab dem 26.07.1937 war Fritz Eichert Alleininhaber. Seit 1922 befand sich der Firmensitz in der Greifswalder Straße 207.

Vor dem Zweiten Weltkrieg fertigte die Firma hauptsächlich Fahrradbeleuchtungs-Komponenten (Scheinwerfer und Dynamos), Kleinkugellager, zeitweilig auch Autoelektrik und Lautsprecher. Bereits 1934 bewarben sich die Berko-Werke um Rüstungsaufträge. Bis 1945 arbeitete die Firma dann in der Rüstungsproduktion und stellte u.a. Spezialzünder, Speziallager, Gelenk- und Kardanlager her. 1945 wurde das Werk von den Sowjets besetzt und vollständig demontiert. Noch im selben Jahr nahmen einige Arbeiter der Berko-Werke die Reparatur von Fahrraddynamos auf. Am 19.04.1948 wurde die Firma unter Treuhandschaft gestellt; am 12.11.1948 folgte die Überführung in das Treuhandvermögen der Graetz AG. Beide Firmen wurden am 08.02.1949 in Volkseigentum überführt. Ob man noch 1949, wie in einem Bezugsquellennachweis jenes Jahres aufgeführt, Dynamos herstellte oder ob hier nur veraltete Angaben gemacht wurden, ist ungewiss.

1949 wurden dann die Produktionsmittel und die Belegschaft zum Werk II des VEB Graetz (vormals Biedermann & Czarnikow), Berlin-Treptow, Elsenstraße verlagert. Die Dynamoproduktion scheint hier noch kurzfristig weitergeführt worden zu sein, denn für das Jahr 1950 wird der VEB Graetz in einem Bezugsquellennachweis als Hersteller von Fahrraddynamos genannt.

1950 gründete Fritz Eichert die Firma Berko in Westberlin (Berlin-Wittenau, Hermsdorfer Straße) neu. 1955 starb Eichert, ein Jahr später musste die Firma Konkurs anmelden.

Produkte

  • Dynamos (belegt für 1945, 1949)